Falls Sie Calamus SL auf Ihrem Windows-Rechner benutzen, haben Sie
sicher mit der Installation keine Mühe gehabt – der Installer
erledigt quasi alles von selbst. Dabei wurde auch der im Windows-Pack
integrierte Emulator automatisch mit installiert. Er dient dazu,
Calamus SL überhaupt unter Windows nutzen zu können, integriert ihn
ins Windowssystem und stellt die Windows-Druckertreiber zur Verfügung,
die nur angesprochen werden können, wenn der universelle
Druckertreiber WinPrint geladen ist. Dies ist normalerweise schon
voreingestellt.
Sie sollen den Emulator eigentlich weder sehen noch sich damit
beschäftigen müssen. Daher gibt es kaum etwas einzustellen, und wenn,
dann eigentlich nur direkt beim Programmstart. Halten Sie beim Aufruf
von Calamus die [Strg]-Taste gedrückt, so erscheint dieser Dialog:

Hier können Sie alle nötigen Parameter ändern:
- Max. Speicher
- Stellen Sie hier ein, wieviel Speicher Calamus von Windows für
sich selbst (und den Emulator) reservieren soll. Sie können für
Calamus bis zu 2 GigaByte Speicher reservieren (vorausgesetzt, Ihre
Festplatte, auf der Windows sein eigenes RAM in einer entsprechenden
Datei cacht, ist groß genug). Für vernünftiges Arbeiten empfehlen wir
jedoch, nicht mehr als das physikalisch vorhandene RAM zu reservieren,
abzüglich dem von Windows benötigten Speicher. Sonst wird Calamus ggf.
zu langsam, weil ständig RAM-Bereiche in eine Datei geswapt und
zurückgeswapt werden müssen.
- Window-Größe
- Hier können Sie die gängigen Desktop-Größen wählen oder
Calamus selbst automatisch in optimaler Größe in einem
MS-Windows-Fenster laufen lassen. Der Fullscreen-Button ist nur
wählbar, wenn Sie eine der fest vorgegebenen Größen wählen.
- Farbtiefe
- Wählen Sie hier, in welcher Farbtiefe Calamus laufen soll. Ihr
Monitor muss eine entsprechende Farbtiefe ebenfalls unterstützen. Sie
können allerdings auch Ihren Monitor in TrueColor (16,7 Mio. Farben)
laufen lassen, während Sie Calamus "nur" in 256 Farben
nutzen. Wir empfehlen, den Schalter "Automatisch" zu setzen,
so dass Calamus selbst erkennt, welche Bildschirmauflösung Ihr System
bietet (im Normalfall sollte dies TrueColor sein).
- Keine AUTO-Ordner/ACCs
- Sie können TOS-Autoordner-Programme (wie z.B. TOSFIX.PRG) oder
TOS-Accessories mit Calamus starten, dank des eingebauten Emulators.
Autoordner-Programme müssen sich dazu im Calamus-Ordner in einem
Ordner namens AUTO befinden. Accessories müssen sich im
Calamus-Ordner befinden, auf gleicher Ebene wie das Calamus.EXE. Wenn
Sie solche Programme nicht mitstarten wollen, setzen Sie hier ein
Häkchen.
- "Classic-Modus" benutzen
- Wenn Sie diesen Schalter setzen, haben die Calamus-Dialoge und
Menüs den klassischen TOS-Look. Um die eingebaute TOS-Systemschrift zu
ändern, brauchen Sie nur die drei Schriften aus dem
Calamus-Unterordner SYSTEM\SYSTEM.FNT oder drei andere geeignete
GEM-Schriften in den Calamus-Ordner SYSTEM zu kopieren. Wenn Sie
lieber die Mac-OS-Systemschrift Monaco mögen, kopieren Sie die drei
Schriften aus dem Calamus-Unterordner SYSTEM\MONACO in den
Calamus-Ordner SYSTEM.
Ist der Schalter nicht gesetzt, zeigen sich alle Dialoge und Menüs
im normalen Windows-Look mit feinerer Schrift.
- Calamus-Startpfad merken
- Dieser Schalter wird nicht mehr benötigt und in einer der
nächsten Versionen komplett entfernt.
- xx Sek. Spooler-Wartezeit
- Wenn Sie mit dem WinPrint-Druckertreiber aus Calamus heraus
drucken, können Sie die Windows-Druckertreiber nutzen. Diese schreiben
ihre Daten üblicherweise erst in einen Ordner, der vom
Windows-Druckerspooler kontrolliert wird. Mit diesem Eintrag können
Sie festlegen, wie lange der Windows-Druckerspooler darauf warten
soll, dass Calamus die Daten via WinPrint in den Spoolerordner
geschrieben hat. Übliche Werte liegen zwischen 20 und 50 Sekunden.
- Desktop-Farbe wählen
- Wenn Sie Calamus im TrueColor-Modus starten, können Sie hier
wählen, welche Farbe das Windowsfenster, in dem Calamus läuft, haben
soll. Unter 256 Farben ist die von Windows NT bekannte moosgrüne Farbe
standardmäßig eingestellt.
- Priorität
- Jedes Programm, das unter Windows gestartet wird, ist für
Windows ein "Task" (eine Aufgabe). Normalerweise bekommen
alle Tasks dieselbe Priorität, so dass sie abwechselnd vom Prozessor
abgearbeitet werden (MultiTasking). Mit diesem Menü können Sie für
Calamus eine höhere oder niedrigere Priorität einstellen. Beachten Sie
aber, dass bei "sehr hoch" andere Programme und Windows
selbst ggf. sehr langsam werden. Ändern Sie diesen Eintrag daher nur
mit Bedacht.
- Fullscreen-Hz
- Dieser Parameter hat nur ab Windows NT 5.0 (= Windows 2000)
Sinn – und auch nur dann, wenn Sie unter
"Window-Größe" (s.o.) den Fullscreen-Modus gewählt haben.
Hiermit lässt sich für den Fullscreen-Bildschirmmodus eine höhere
Hertz-Frequenz wählen.
- Sichern
- Klicken Sie auf diesen Button, um die Einstellungen zu
sichern, so dass sie beim nächsten Programmstart von Calamus wieder
zur Verfügung stehen.
Falls Sie Calamus im Fullscreen-Modus laufen lassen wollen, können
Sie mit [Alt]+[Enter] jederzeit in den Fenster-Modus wechseln.
Um Calamus "schlafenzulegen", ohne das Programm zu beenden,
minimieren Sie das Calamus-Fenster einfach oder drücken Sie
[Strg]+[Pause]. Wiederherstellen des Calamus-Fensters oder
abermaliges Drücken von [Strg]+[Pause] weckt Calamus wieder
auf.
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Letzte Aktualisierung am 3. September 2008 (SVN rev. 67)
Anmerkung (Anwender-Beitrag) Calamus SL2006: WinPack |
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