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Rahmen kopieren

Der Fotoapparat: Er kennzeichnet hier wie auch an allen anderen Stellen im Programm einen Kopiervorgang. Beim Kopieren von Rahmen geht es allerdings etwas komplizierter zu. Es gibt nämlich zwei Möglichkeiten, einen Rahmen zu kopieren: physisch und virtuell (siehe Optionen-Menü, Kopierart einstellen). Zwei Begriffe, die einer eingehenden Erläuterung bedürfen. Da der Unterschied für die effiziente Anwendung von Calamus recht fundamental ist, sollten Sie ihn eingehend anhand von Versuchen studieren, damit er ihnen wirklich in Fleisch und Blut übergeht.

Zuerst der einfachere Fall:
physische Kopien.

Damit machen Sie wirklich aus einem Rahmen zwei, wobei die Kopie zunächst die gleichen Parameter (Größe und Inhalt) erhält wie das Original. Beide können aber danach völlig unabhängig bearbeitet werden, eben als zwei verschiedene Rahmen, die nur "zufällig" gleiche Größe und gleichen Inhalt haben.

Nun der etwas kompliziertere Fall:
virtuelle Kopien.

Auch hier können Sie zwar Position und Größe der Kopie beliebig verändern, der Inhalt ist aber nicht nur der gleiche, sondern sogar derselbe. Die Information wird also nur einmal, für alle Rahmen zusammen gespeichert. Das bedeutet, dass, wenn der Inhalt in einem der Rahmen (egal ob Original oder Kopie) geändert wird, diese Änderungen auch in dem anderen Rahmen durchgeführt werden. So weit die Theorie. In der Praxis wird bei jeder Änderung an einem Rahmen, der aus einer virtuellen Kopie stammt, vorher gefragt, ob die Information nur in diesem oder in allen Rahmen durchgeführt werden soll. Wollen Sie die Änderung nur an einem Rahmen durchführen, so wird dieser dann natürlich aus der Liste der virtuellen Kopien herausgenommen, da er ja nun nicht mehr identisch mit den anderen ist. Virtuelle Rahmen können übrigens auch gruppiert werden, das ändert nichts an deren Eigenschaften.Kritischer wird es allerdings bei den im Kapitel über die Spezialfunktionen für Textrahmen beschriebenen Textflussketten. Virtuelle Kopien können nämlich nicht zu solchen Textflussketten verbunden werden, da die Ketten ja gerade dazu dienen sollen, dass jeder Rahmen einen anderen Text beinhaltet. Ähnlich sieht es aus, wenn Sie einen Rahmen aus einer Textflusskette kopieren. In diesem Fall erscheint eine Hinweismeldung, wobei Sie auswählen können, ob die Operation abgebrochen werden soll oder unabhängig von der eingestellten Kopierart eine physische Kopie erzeugt wird, die dann den gesamten Text der Textflusskette beinhaltet. Um einzustellen, ob Rahmen virtuell oder physisch kopiert werden sollen, benutzen Sie den Menüpunkt "Kopierart einstellen" aus dem Optionen-Menü. Alles Weitere in der Beschreibung zu diesem Menüpunkt.

Nochmal: Um sich vor unangenehmen Überraschungen, ineffizientem Arbeiten und schließlich völligem DTP-Frust zu schützen, sollten Sie mit den physischen und virtuellen Kopien einfach etwas herumspielen. Dabei lernen Sie viel mehr, als Sie sich hier anlesen können.


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Letzte Aktualisierung am 3. September 2008 (SVN rev. 138)

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Anmerkung (Anwender-Beitrag)
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