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Farbseparation


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Viele, viele bunte Farben – das Farbseparations-Modul

Farbige Bilder werden in Druckerzeugnissen üblicherweise dadurch erzeugt, daß vier Farben (Gelb, Magenta, Cyan und Schwarz) in unterschiedlichen Intensitäten übereinandergedruckt werden (siehe Farbseparation). Die Intensitätsabstufungen werden durch Verwendung eines Rasters erreicht. Da die vier Farben aber in vier verschiedenen Druckvorgängen aufgebracht werden müssen, sind dafür auch vier Druckvorlagen, die sogenannten Farbauszüge, nötig. Das Aufteilen eines farbigen Dokumentes in diese vier Druckvorlagen nennt man Farbseparation. Werden im Dokument noch Schmuckfarben verwendet, dann können noch mehr Farbauszüge entstehen. Diese müssen dann auch separiert werden.

Die Grundlagen des Farbdrucks wurden bereits im Kapitel "Grundsätzliches, Farbkunde" kurz angerissen. Das Gebiet mit all seinen physikalischen und drucktechnischen Phänomenen ist jedoch so komplex, daß eine umfassende Diskussion an dieser Stelle nicht möglich ist. Daher sei hier auf die einschlägige Fachliteratur verwiesen.

Der grundlegende Gedanke ist der folgende: Durch Verwendung von insgesamt vier Druckfarben kann durch Abstufung der Intensität jeder Farbton erzielt werden. Beim tatsächlichen Druckvorgang gibt es im Gegensatz zum Fernsehbild aber nicht die Möglichkeit, einzelne Punkte "heller" oder "dunkler" zu drucken. Daher wird auch hier das Rasterverfahren eingesetzt, das ja bereits mehrfach in diesem Handbuch beschrieben wurde.

In der Theorie gestaltet sich der Farbdruck dann ganz einfach: Da im Dokument alle Farben im RGB-System gespeichert werden, erfolgt zunächst eine Umrechnung ins CMY-System. Von der sich daraus ergebenden Farbe wird ein Schwarzanteil berechnet, der dann von allen drei Grundfarben abgezogen wird. Die daraus entstehenden Intensitätswerte werden umgesetzt in verschieden große Rasterpunkte, die dann gedruckt werden:

Soweit die Theorie. In der Praxis kommen leider zusätzlich zu den beim Rastern beschriebenen Problemen noch andere hinzu. Das größte davon liegt in den Druckfarben selbst. Leider ist auch die heutige Chemie- und Farben-Industrie noch nicht in der Lage, eine Farbe zu liefern, die nur den roten Anteil des Lichts absorbiert und Grün und Blau ungehindert passieren läßt. Dieses optimale Cyan existiert genauso wenig wie ein optimales Gelb oder ein ideales Magenta. Die theoretischen Farben müssen also so abgeändert werden, daß auch mit den tatsächlich erhältlichen Druckfarben realistische Farbbilder wiedergegeben werden.

Um das zu erreichen, wurden an insgesamt acht Stellen im oben abgebildeten Schema Kennlinien eingebaut. Zur Erinnerung: Kennlinien ordnen theoretischen Eingabewerten reale Ausgabewerte zu. Wie die Kennlinie eines Fotos im Dokument wirkt, kennen Sie. Hier können Sie ebenfalls mit den Kennlinien die Darstellung beeinflussen. Das Ergebnis dieser Einstellungen sehen Sie jedoch erst beim Druck, da es sich um reine Druckkennlinien handelt.


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Letzte Aktualisierung am 31. Mai 2008 (SVN rev. 85)

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