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Eintrag in Fußnote

Mit diesem Befehl wird der markierte Text in die zu dieser Textflusskette zugehörige Fußnotenflusskette übernommen. Im Text erscheint statt des markierten Textes die hochgestellte Fußnotennummer (siehe Rahmen-Modul, Befehl "Fußnotennumerierung"). Um den Text in der Fußnotenflusskette sichtbar zu machen, müssen Sie noch die Funktion "Neu berechnen "(siehe Optionen-Menü) aufrufen. In welchem Fußnotenrahmen der Text dann erscheint, hängt von den Einstellungen in diesem Formular ab.

Zwei konkrete Beispiele sollen die Arbeitsweise mit diesem und den korrespondierenden Befehlen verdeutlichen. Zunächst eine Standard-Situation: Auf einer Seite erscheint eine Fußnote, die in einen entsprechenden Fußnotenrahmen übernommen werden soll. Dazu muss dieser Fußnotenrahmen erst einmal erzeugt werden: Wechseln Sie also ins Rahmen-Modul und ziehen Sie einen neuen Textrahmen auf. Wählen Sie dann die Befehlsgruppe "Spezialfunktionen". Nun wählen Sie bitte den neu erzeugten Textrahmen an und klicken auf das Icon für Fußnotenrahmen (Sie hätten natürlich auch vor dem Aufziehen des Textrahmens das Fußnotenrahmen-Icon wählen können, allzu leicht vergisst man aber nachher, wieder auf normale Textrahmen umzuschalten, und zieht fortan nur noch Fußnotenrahmen auf). Der neu erzeugte Fußnotenrahmen muss nun mit dem Textrahmen verbunden werden. Wählen Sie dazu den Textrahmen an, und klicken Sie auf das Icon für "Textfluss von Rahmen zu Rahmen" (siehe oben). Danach klicken Sie bitte mit dem Textfluss-Mauscursor auf den Fußnotenrahmen. Jetzt sind die beiden Rahmen miteinander verbunden. Wählen Sie nun wieder den Textrahmen an, wechseln Sie ins Text-Modul, und markieren Sie den Text, der als Fußnote erscheinen soll. Wenn Sie jetzt auf das Icon für "Fußnoteneintrag" klicken, verschwindet der Text aus dem Textrahmen, statt dessen erscheint eine hochgestellte Fußnotennummer. Im Fußnotenrahmen selbst wird der Text aber noch nicht angezeigt, das geschieht erst nach Aufruf der Funktion "Neu berechnen" aus dem Optionen-Menü.

Bitte beachten Sie dabei, dass das Feld "Einträge pro Rahmen" unbedingt auf "Einer" stehen muss. Im dort erscheinenden Formular können Sie außerdem bestimmen, welches Zeichen in der Fußnote als Platzhalter für die Fußnotennummer dient.

Um auch auf anderen Seiten Fußnoten zu erzeugen, müssen auf diesen natürlich auch Fußnotenrahmen vorhanden sein. Hier werden die Fußnotenrahmen aber nicht mit den Textrahmen, sondern mit den vorhergehenden Fußnotenrahmen verkettet. Der Fußnotenrahmen auf Seite 3 ist also nicht mit dem Textrahmen auf der gleichen Seite verkettet, sondern mit dem Fußnotenrahmen auf Seite 2. Da die Fußnoten chronologisch auf die Fußnotenrahmen verteilt werden, darf auch nur auf den Seiten ein Fußnotenrahmen stehen, auf denen auch wirklich Fußnoten vorhanden sind. Sonst kann folgender Fall eintreten: Auf Seite 1 und 3 sind Fußnoten definiert, auf Seite 2 nicht. Auf allen drei Seiten sind aber Fußnotenrahmen vorhanden, die auch miteinander verkettet sind. Die Fußnote von Seite 1 wird dann korrekt in den Fußnotenrahmen von Seite 1 übernommen. Die nächste Fußnote von Seite 3 wird in den nächsten Fußnotenrahmen übernommen, der steht aber auf Seite 2. Dieses Problem können Sie ebenso wie das Problem, dass auf einer Seite mehr als eine Fußnote steht, dadurch lösen, dass Sie die beim Neuberechnen automatisch in den Fußnotentext eingefügten Seitenumbrüche manuell mit dem Texteditor bearbeiten.

Das zweite Beispiel ist wesentlich einfacher:

Nicht Fußnoten, sondern Endnoten sollen erzeugt werden. Dazu erzeugen Sie am Ende Ihres Textes einige Seiten mit großen Fußnotenrahmen, die miteinander verkettet sind. Ordnen Sie dann der gesamten Textflusskette diese Fußnotenflusskette zu (Textrahmen wählen, Befehl "Textfluss von Rahmen zu Rahmen" – siehe Rahmen-Modul, "Spezialfunktionen Textrahmen", dann einen Rahmen der Fußnotenflusskette anklicken). Nachdem Sie dann alle Fußnoten markiert und mit dem hier beschriebenen Befehl übernommen haben, können Sie mit dem Befehl "Neu berechnen" alle Fußnoten in die Fußnotenflusskette übernehmen. Weil die Fußnoten hier alle gesammelt untereinander stehen sollen, muss das Feld "Einträge pro Rahmen" auf "Unbegrenzt" eingestellt sein.

Fußnoten-Formatierung und -Plazierung
Die Formatierung und Plazierung von Fußnoten in Calamus steht Ihnen völlig frei; es gibt so gut wie keine Automatismen. Die nachfolgenden Absätze sollen das Prinzip kurz erläutern:
Sie nehmen sich ein Dokument, das z.B. 300 Seiten A5 im Doppelseitenformat enthält. Auf jeder Seite haben Sie in Ihrem Satzspiegel oben den größeren Textrahmen – und unten drunter einen nicht so hohen Fußnotenrahmen.
Alle Textrahmen aller Seiten sind von Ihnen (oder durch einen Automatismus beim Anlegen des Dokuments) miteinander verkettet, so dass Calamus weiß, dass der Text von Seite 1 bis Seite 300 fließen muss. (Natürlich können Sie auch das nach Belieben ändern.)
Achtung: Alle Fußnotenrahmen aller Seiten sind ebenfalls miteinander verkettet. (Das ist nötig, damit Calamus weiß, wohin die Fußnoten-Texte geschrieben werden sollen und wie sie fließen sollen.) Und der erste Fußnotenrahmen ist mit dem ersten Textrahmen auf der ersten Seite verkettet. Das ist nötig, damit Calamus weiß, welche Textflusskette die Fußnotentexte für die Fußnotenflusskette liefert.
Nach diesen Vorbereitungen des Dokuments, die aufwendiger klingen als sie sind, können Sie den kompletten Text in den ersten Textrahmen fließen lassen. Wenn Sie anschließend im Optionen-Menü den Eintrag "Text neu berechnen" aufrufen und dabei die Fußnoten-Formatierung aktivieren, sehen Sie nach einer kurzen Berechnungszeit in den Fußnotenrahmen die Fußnotentexte (und entsprechende Fußnotennummern).
Das "Manko" in Calamus kann in manchen Fällen von Vorteil sein: Calamus erkennt momentan noch nicht automatisch, welche Fußnote auf welcher Seite stehen soll. Das heißt, die Fußnoten fangen im ersten Fußnoten-Textrahmen an und wenn der voll ist, laufen sie im zweiten Fußnoten-Textrahmen weiter usw.
Das bedeutet also manuellen Umbruch und heißt im Klartext:
Wenn die Texformatierung es Haupttextes steht, Schriftgröße und eventuelle Spezial-Formatierungen fertig sind, kann man anfangen und Seite für Seite abgleichen, ob alle Fußnoten der Seite auch dort stehen. Das bedeutet konkret, dass Sie für jee Seite die Höhe der Haupttext- und Fußnoten-Textrahmen den Erfordernissen anpassen.
Das ist für viele ein Manko, weil diese Arbeit natürlich mühsam, fehleranfällig und eventuell erneut notwendig ist, sobald sich in der Haupttext-Formatierung etwas ändert.
Aber – es bietet in vielen Fällen eben auch die Möglichkeit, aus den Automatismen anderer Programme auszubrechen und mit voller Kontrolle über die Positionierung der Fußnoten eigene Lösungen zu finden.

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Letzte Aktualisierung am 3. September 2008 (SVN rev. 138)

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