
Dieser Knopf ruft den speziellen Parameterdialog von PS-Print auf:

- Auflösung
- Anstelle einer festen Auswahl können Sie hier beliebig viele
Auflösungen in einer Liste verwalten. Wenn Sie einen Eintrag gewählt
haben, erscheinen dessen Werte in der Eingabezeile unter der Liste.
Dort könnenSie diesen Eintrag direkt verändern. Die Auflösung darf
dabei in horizontaler (linker Wert) und in vertikaler Richtung
(rechter Wert) unterschiedlich sein. Die "Dreifach-Pfeile"
verschieben den aktuellen Eintrag innerhalb der Liste.
Mit "Löschen" und "Neu" können Sie bestehende
Einträge entfernen und neue Einträge einführen. Zur Druckausgabe wird
immer die gerade in der Liste gewählte Auflösung verwendet. Bitte
beachten Sie auch die Hinweise zur Auflösungswahl im Kapitel
"PostScript-Ausgabe in der Praxis".
Informationen über die Datei:
- Formatbreite
- Dieser Wert dient nur einem Zweck: Wenn Sie die Seitenlage im
Drucken-Dialog auf "automatisch" eingestellt haben,
entscheidet die Ausgabe anhand der Formatbreite, ob gedreht oder
ungedreht ausgegeben werden soll. Für die Belichtung sollten Sie hier
also die maximal mögliche Belichtungsbreite einstellen (eventuell beim
Belichtungsservice erfragen!), damit nicht versehentlich Großformate
in Querlage belichtet werden. Die Einstellung erfolgt im
Calamus-Seitenmaß (normalerweise in Zentimetern).
- Kompression
- Durch Datenkompression können Sie die Größe der erzeugten
Dateien zum Teil drastisch verringern. Es stehen mehrere
Kompressionsarten zur Verfügung:
- Unkomprimiert
- Die Daten werden ohne Reduktion direkt abgelegt. Die
Dateigröße ist nur von der Auflösung abhängig, nicht aber vom
Seiteninhalt.
- Packbits (RLE)
- Dieses Verfahren komprimiert direkt aufeinanderfolgende Bytes
mit demselben Wert. Daher wird es auch als
"Lauflängen-Kodierung" oder englisch "Run Length
Encoding" (RLE) bezeichnet. Vorteile bietet dieses Verfahren
eigentlich nur dann, wenn größere ungerasterte Flächen vorkommen. Bei
höheren Auflösungen ist dies vor allem in Textseiten der Fall.
- LZW
- Die Abkürzung ist aus den Namen der beteiligten Entwickler
abgeleitet: Lempel, Ziv und Welch. Im Gegensatz zur RLE-Kompression
werden nicht unmittelbar aufeinander folgende Wiederholungen einzelner
Byte-Werte komprimiert, sondern komplette Muster (Strings).
Insbesondere bei hohem Anteil gerasterter Objekte (Bilder!) ist dieses
Verfahren das Effizienteste.
Hier einige Daten aus der praktischen Anwendung. Ausgegeben wurde
in 1270 dpi monochrom mit einem 60er Raster (45 Grad).
- ZIP
- Der ZIP-Flate-Kompressionsalgorithmus stellt eine Alternative
zu LZW dar und kann unter Umständen ebensogut komprimieren. Er wurde
eingebaut, als vom amerikanischen Patentinhaber (UNISYS) noch
Lizenzzahlungen für die LZW-Verwendung gefordert wurden.
Ein anderer Umstand macht den ZIP-Flate-Kompressionsalgorithmus
mittlerweile wesentlich interessanter: Wenn Sie Calamus unter Windows
oder Mac OS X nutzen, können Sie eine deutliche
Geschwindigkeitssteigerung beim Komprimieren der Daten merken, da der
Flate-Algorithmus als nativer Code in einer Windows-DLL bzw. einer
Mac-OS-X-Library vorliegt.
- A4-Seite zweispaltig mit Bild:
- Unkomprimiert: 19.064 KB 100.0 %
- RLE: 2.644 KB 13.9 %
- LZW: 1.348 KB 7.1 % (optimal)
- Nur Bild (7.4 x 4.5 cm):
- Unkomprimiert: 1.016 KB 100.0 %
- RLE: 520 KB 51.2 %
- LZW: 248 KB 24.4 % (optimal)
Die jeweiligen Kompressionsraten sind natürlich von Fall zu Fall
unterschiedlich. Die obigen Beispiele können dabei nur als
Orientierungshilfe dienen.
- Autor
- Dieser Eintrag wird in die PS-Datei übernommen und erlaubt es
bei der Weiterverarbeitung, den Ausdruck oder die Belichtung einem
bestimmten Auftraggeber zuzuordnen.
- Dokument-Titel
- Auch der Dokument-Titel wird in die PS-Datei übernommen und
dient zur leichteren Zuordnung der Druck- oder Belichtungsergebnisse.
Einstellungen für Datei-Ausgabe:
- Pfad / Name
- Dieser Knopf ruft den Dateiauswahl-Dialog auf, mit dem Sie
bestimmen können, wohin die erzeugten Daten ausgegeben werden sollen.
Die genaue Bedeutung hängt von der Modus-Einstellung ab (Einzel /
Autom. / Multi-Seiten):
- Einzel
- Ist dieser Modus gewählt, wird der Treiber für jede erzeugte
Datei die Dateiauswahl aufrufen, damit Sie einen Namen manuell
eingeben können. Die Dateiauswahl beginnt in dem Verzeichnis, das mit
"Pfad" eingestellt wurde.
- Autom.
- In diesem Modus erzeugt die Ausgabe für jede neue Datei
automatisch einen neuen Namen in dem eingestellten Pfad. Im Dialog
erscheinen zwei weitere Felder:
- Präfix
- Hier geben Sie einen gemeinsamen Namen für alle zu erzeugenden
Dateien an.
- Nummer
- Die automatische Namenserzeugung kombiniert den Präfix mit
einer fortlaufenden Nummer. Die aktuelle Nummer wird in diesem Feld
gezeigt und kann manuell geändert werden. Beim Erzeugen von Dateien
wird sie automatisch weitergezählt. Bitte beachten Sie, dass eventuell
schon vorhandene Dateien mit demselben Namen kommentarlos
überschrieben werden! Bei Bedarf wird der Präfix mit Nullen
aufgefüllt. Wird die Nummer zu lang, werden notfalls die letzten
Zeichen des Präfix überschrieben.
Beispiele:
| Präfix |
Nummer |
Dateiname |
| HBUCH |
1 |
HBUCH001.PS |
| HBUCH |
250 |
HBUCH250.PS |
| HBUCH |
1300 |
HBUC1300.PS |
- Multi-Seiten
- Alle folgenden Ausgaben erfolgen in die Datei, die unter
"Name" eingestellt wurde. Falls die Datei noch nicht
existiert, wird sie automatisch erzeugt. Existiert sie bereits, so
wird jede Ausgabe (Seite, Seitenteil oder Farbauszug) als neue
"Seite" an die PostScript-Datei angefügt. (Autor und
Dokument-Name bleiben aber unverändert.) Die Datei kann auch
nachträglich jederzeit erweitert werden. Format, Kompressionsart und
sogar Auflösung können von Seite zu Seite individuell gewählt werden.
(Bei individuellen Auflösungen bitte zuerst klären, ob der verwendete
RIP dies unterstützt!) Bitte achten Sie darauf, dass auf dem
verwendeten Medium noch ausreichend Platz vorhanden ist. Notfalls wird
die Ausgabe der aktuellen Seite (beziehungsweise Farbebene)
abgebrochen. Die Datei ist aber auch dannnoch verwendbar und kann
nochmals erweitert werden, wenn die Kapazität wieder ausreicht.
Weitere Buttons:
- Sichern
- Die aktuellen Einstellungen des Treibers werden in eine Datei
gesichert. Dazu gehören u.a. die Liste der möglichen Auflösungen, der
Autor-Name und der Dokument-Titel. Dateiname und Ordner für die
Einstellungsdatei sind im Auswahl-Dialog einstellbar. Beim Laden des
Treibers wird aber immer standardmäßig die Einstellungsdatei
PSPRINT.SET aus dem Modul-Ordner verwendet.
- Laden
- Neue Einstellungen werden geladen.
- Info
- Mit einem Klick auf das Info-Symbol öffnen Sie den Info-Dialog
zu PS-Print.
Hinweis: Wenn hinter dem Info-Symbol in blauer Schrift
"Native Flate.LIB geladen" zu lesen ist, besagt dies, dass
Sie Calamus unter Windows oder Mac OS X verwenden und dass die
Kompressions-Methodik für die sog. Flate-Kompression nativ als
Windows- bzw. Mac-OS-X-Code ausgeführt wird. Nativer Code wird
wesentlich schneller ausgeführt. Sollten Sie einmal feststellen, dass
die PS-Dateiausgabe mit PS-Print unter Windows oder Mac OS X nicht so
flott wie erwartet geschieht, prüfen Sie zunächst hier, ob diese
Meldung gezeigt wird. Wenn nicht, prüfen Sie, ob die entsprechende DLL
oder LIB-Datei richtig mitinstalliert wurde.
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Letzte Aktualisierung am 3. September 2008 (SVN rev. 46)
Anmerkung (Anwender-Beitrag) PS-Print: Parameter einstellen |
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