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Tips

Calamus läuft im WindowsPack mit einem eingebauten Emulator. Dieser bewirkt, dass Calamus überhaupt auf Windows-Rechnern läuft, indem ein TOS-Betriebssystem emuliert wird. Dadurch ist Calamus etwas langsamer als auf einem TOS-kompatiblen Rechner oder als auf einem Apple-Computer mit MagicMac. Denn die TOS-Prozessorbefehle müssen im WindowsPack jeweils komplett umgedreht werden, damit der Windows-PC-Prozessor sie versteht – Befehl für Befehl, immer wieder und wieder. Das bremst im Vergleich zu einem Betriebssystem, auf dem dieses Umdrehen der Befehle nicht nötig ist, auf jeden Fall. Daher ist der Emulator angewiesen, unter Windows mit möglichst sinnvoll eingestellter (hoher) Priorität zu arbeiten. Denn er kann – im Gegensatz zu anderen Windows-Applikationen – nicht wirklich merken, wann Sie mit Calamus arbeiten oder wann Calamus einfach nur so "rumliegt".

Wenn Sie nun mit Calamus über WinPrint eine Datei ausdrucken, geschieht in der Regel folgendes:

  1. Calamus baut die Seite im Speicher vom WindowsPack-Emulator auf.
  2. Die Druckdaten werden dann von WinPrint an den Windows-Druckerspooler geschickt.
  3. Der Druckerspooler schickt die empfangenen Daten anschließend über das GDI an den Windows-Druckertreiber.
  4. Der Windows-Druckertreiber druckt.

Hierbei gibt es verschiedene Stellen, wo es zu Problemen kommen kann, die Sie selbst lösen können. Sehr wichtig ist dabei der Dialog "Calamus Parameter", den Sie bei gedrückt gehaltener [Strg]-Taste beim Programmstart von Calamus aufrufen können.

Speicher
Weisen Sie Calamus möglichst nicht mehr Speicher zu, als Ihr PC tatsächlich hat. Wenn Sie mehr zuweisen, wird das zwar (je nach freiem Speicherplatz auf der entsprechenden Festplatte) möglich gemacht, aber der WindowsPack-Emulator muß dann ständig zwischen physikalischem RAM und der Festplatte hin- und herswappen. Das trägt nicht gerade zur Geschwindigkeitssteigerung bei.
Timing
Calamus kann dem Windows-Druckerspooler sagen, dass er erst nach xx Sekunden eine Datei als vollständig empfangen akzeptieren soll. Manchmal kann es aber vorkommen, dass der Druckerspooler auf sehr niedrige Timeout-Werte eingestellt ist und bei einer großen Seite, die womöglich noch in Farbe aus Calamus ausgedruckt wird, schon mit dem Drucken der Seite beginnt, während Calamus die Daten noch an den Druckerspooler schickt. Setzen Sie dann im Calamus-Parameter-Dialog die Spooler-Wartezeit höher, z.B. auf 60 oder 120 Sekunden.
Priorität
Calamus läuft, wie schon in der Einleitung zum WinPrint-Druckertreiber beschrieben, eigentlich ständig in sehr hoher Priorität. Wenn Sie mit Calamus eine Seite gedruckt haben, kann es empfehlenswert sein, Calamus zu "minimieren", also oben rechts im Windows-Fenster von Calamus auf das Minimier-Icon zu klicken, so dass Calamus nur noch in der Windows-Taskleiste liegt. Dann wird der "Prozess" Calamus unter Windows auf niedrigste Priorität zurückgefahren – vorausgesetzt, Sie haben im Calamus-Parameter-Dialog den Schalter "CPU-Zeit sparen, wenn minimiert" gesetzt. Dann aber kann der Windows-Druckerspooler die dort angekommenen Daten mit Volldampf weitergeben an den Windows-Druckertreiber, ohne von Calamus ständig ausgebremst zu werden.

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Letzte Aktualisierung am 3. September 2008 (SVN rev. 46)

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