Calamus läuft im WindowsPack mit einem eingebauten Emulator.
Dieser bewirkt, dass Calamus überhaupt auf Windows-Rechnern läuft,
indem ein TOS-Betriebssystem emuliert wird. Dadurch ist Calamus etwas
langsamer als auf einem TOS-kompatiblen Rechner oder als auf einem
Apple-Computer mit MagicMac. Denn die TOS-Prozessorbefehle müssen im
WindowsPack jeweils komplett umgedreht werden, damit der
Windows-PC-Prozessor sie versteht – Befehl für Befehl, immer
wieder und wieder. Das bremst im Vergleich zu einem Betriebssystem,
auf dem dieses Umdrehen der Befehle nicht nötig ist, auf jeden Fall.
Daher ist der Emulator angewiesen, unter Windows mit möglichst
sinnvoll eingestellter (hoher) Priorität zu arbeiten. Denn er kann
– im Gegensatz zu anderen Windows-Applikationen – nicht
wirklich merken, wann Sie mit Calamus arbeiten oder wann
Calamus einfach nur so "rumliegt".
Wenn Sie nun mit Calamus über WinPrint eine Datei ausdrucken,
geschieht in der Regel folgendes:
- Calamus baut die Seite im Speicher vom WindowsPack-Emulator
auf.
- Die Druckdaten werden dann von WinPrint an den
Windows-Druckerspooler geschickt.
- Der Druckerspooler schickt die empfangenen Daten anschließend
über das GDI an den Windows-Druckertreiber.
- Der Windows-Druckertreiber druckt.
Hierbei gibt es verschiedene Stellen, wo es zu Problemen kommen
kann, die Sie selbst lösen können. Sehr wichtig ist dabei der Dialog
"Calamus Parameter", den Sie bei gedrückt gehaltener
[Strg]-Taste beim Programmstart von Calamus aufrufen können.

- Speicher
- Weisen Sie Calamus möglichst nicht mehr Speicher zu, als Ihr
PC tatsächlich hat. Wenn Sie mehr zuweisen, wird das zwar (je nach
freiem Speicherplatz auf der entsprechenden Festplatte) möglich
gemacht, aber der WindowsPack-Emulator muß dann ständig zwischen
physikalischem RAM und der Festplatte hin- und herswappen. Das trägt
nicht gerade zur Geschwindigkeitssteigerung bei.
- Timing
- Calamus kann dem Windows-Druckerspooler sagen, dass er erst
nach xx Sekunden eine Datei als vollständig empfangen akzeptieren
soll. Manchmal kann es aber vorkommen, dass der Druckerspooler auf
sehr niedrige Timeout-Werte eingestellt ist und bei einer großen
Seite, die womöglich noch in Farbe aus Calamus ausgedruckt wird, schon
mit dem Drucken der Seite beginnt, während Calamus die Daten noch an
den Druckerspooler schickt. Setzen Sie dann im
Calamus-Parameter-Dialog die Spooler-Wartezeit höher, z.B. auf 60 oder
120 Sekunden.
- Priorität
- Calamus läuft, wie schon in der Einleitung zum
WinPrint-Druckertreiber beschrieben, eigentlich ständig in sehr hoher
Priorität. Wenn Sie mit Calamus eine Seite gedruckt haben, kann es
empfehlenswert sein, Calamus zu "minimieren", also oben
rechts im Windows-Fenster von Calamus auf das Minimier-Icon zu
klicken, so dass Calamus nur noch in der Windows-Taskleiste liegt.
Dann wird der "Prozess" Calamus unter Windows auf niedrigste
Priorität zurückgefahren – vorausgesetzt, Sie haben im
Calamus-Parameter-Dialog den Schalter "CPU-Zeit sparen, wenn
minimiert" gesetzt. Dann aber kann der Windows-Druckerspooler die
dort angekommenen Daten mit Volldampf weitergeben an den
Windows-Druckertreiber, ohne von Calamus ständig ausgebremst zu
werden.
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Letzte Aktualisierung am 3. September 2008 (SVN rev. 46)
Anmerkung (Anwender-Beitrag) WinPrint: Tips |
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