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Systemparameter


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Im Systemparameter-Modul, das Sie nur über das Datei-Menü (Menüpunkt Externe Module) aufrufen können, werden globale Einstellungen vorgenommen, die das Systemverhalten von Calamus steuern. Diese Parameter sind so fundamental, dass Sie die Definition wahrscheinlich nur einmal vornehmen müssen.

Das Systemparameter-Modul hat einen Dialog, in dem verschiedene Themengruppen eingestellt werden können. Hier die Beschreibung der einzelnen Gruppen:

Bildschirmauflösung

Im gleichnamigen Dateneingabefeld unten rechts im Dialog stellen Sie ein, welche Auflösung in Pixel pro Zoll Ihr Bildschirm hat. Mit dem Schalter Standard werden die vom Betriebssystem zurückgelieferten Werte verwendet, die aber nur selten wirklich genau stimmen. Wenn Sie den Schalter Eigene setzen, wird die Zahleneingabe berücksichtigt. Dazu müssen Sie die Anzahl der Pixel in senkrechter und waagerechter Richtung durch die tatsächliche Bildhöhe und Bildbreite in Zoll teilen. Bei einem Bildformat von 24 cm Breite und 15,7 cm Höhe (das entspricht 9,44 x 6,18 Zoll – ein Zoll sind 2,54 cm) und einem Bildformat von 640 x 400 Pixeln haben Sie also eine Auflösung von 67,8 dpi horizontal x 64,7 dpi vertikal.

Fensterposition

Die Standard-Fensterposition der Calamus-Dokumentfenster können Sie selbst definieren. Bisher hat Calamus neue Dokumentfenster so geöffnet, dass sie den freien Raum am Bildschirm unterhalb der Modulleiste und rechts des Befehlsfeldes ausnutzten. Doch mittlerweile gibt es viele Tools, die auf dem Desktop oder auch direkt im Calamus einen Platz suchen, z.B. am unteren Bildschirmrand. Daher können Sie nun die Standardposition, an der ein neues Dokumentfenster geöffnet wird, bestimmen. Öffnen Sie dazu ein Dokumentfenster und positionieren Sie es genau wie gewünscht. Dann klicken Sie im Systemmodul in der Zeile Fensterposition auf den Button Übernehmen. Sichern Sie nun die Einstellungen. Alle neuen Fenster werden an der übernommenen Fensterposition geöffnet. (Mit einem Klick auf den Standard-Button löschen Sie die neu definierte Fenster-Ausgangsposition wieder.)

Alle selektierten Rahmen gleichzeitig verschieben

Hier können Sie einstellen, ob mehrere selektierte Rahmen gleichzeitig verschoben werden (Normalfall) oder ob Sie dazu die [Strg]-Taste drücken müssen. Wenn Sie normal einstellen und [Strg] gedrückt halten, wird nur der angeklickte Rahmen von mehreren selektierten verschoben. Wenn Sie mit [Strg]-Taste eingestellt haben, wird nur dann der angeklickte Rahmen von mehreren selektierten Rahmen verschoben, wenn Sie die [Strg]-Taste gedrückt halten. Probieren Sie Ihren Lieblingsmodus aus und stellen Sie ihn dauerhaft ein. Wenn Sie dann doch mal den anderen Modus nutzen möchten, ohne die Einstellungen hier zu ändern, halten Sie einfach [Strg] gedrückt und der andere Modus wird genutzt.

Speicher-Reserven

Beim Start belegt Calamus fast den gesamten Speicher des Betriebssystems. Hier können (und sollten) Sie einstellen, wieviel Restspeicher davon Calamus seinem Wirts-Betriebssystem noch übriglassen soll. Dies ist notwendig, weil bestimmte System-Komponenten (z.B. NVDI, das Atari-Kontrollfeld oder auch andere Applikationen in MultiTasking-Systemen) auch im Nachhinein noch Speicher anfordern können und wollen und ansonsten ggf. nicht funktionieren.

Neue Standard-Speicherwerte

Hinweis: In Verbindung mit System-Druckertreibern, die Calamus-Druckdaten abgreifen und weiterleiten (z.B. VDIPrint und NVDI-Druckertreiber) ist es wichtig, dass das Wirtssystem, auf dem Calamus läuft, genügend RAM freibehält, um die Druckdaten auch weitergeben zu können. Im Systemparameter-Modul können für das Wirtssystem Mindest-RAM-Werte freigestellt werden, sowohl für ST-RAM als auch für TT-RAM (oder entsprechende im Wirtssystem zur Verfügung stehende Speicherbereiche).

In früheren SL-Versionen war der Standardwert, den Calamus seinem Wirtssystem als RAM übrig ließ, auf jeweils 128 kB eingestellt. Unter heutigen Rechner- und RAM-Anforderungen kein Wunder, dass manche A4-Seite erst nach Minuten am Laserdrucker ankam, weil z.B. NVDI sich mit diesen 128 kB zufriedengeben musste und kaum Platz hatte, die Druckdaten weiterzuschaufeln.

Seit SL99 ist der Standardwert auf je 1 MB heraufgesetzt worden. Sie sollten diesen Wert im Normalfall so lassen, eher noch erhöhen als niedriger einstellen. Nur für den Fall, dass Sie sich wundern, warum Ihr Calamus immer 2 MB weniger RAM benutzen kann, als Sie vermutet haben, wissen Sie jetzt, woran es liegt.

Calamus-Vektorausgabe Bei der Umsetzung von Vektor- in Rastergraphikdaten benötigt Calamus ebenfalls einen Zwischenspeicher – Puffer genannt. Die Größe dieses Puffers ist normalerweise auf 128 kB eingestellt. Wenn Sie beim Aufbau komplexerer Vektorgraphiken Fehlermeldungen bekommen, setzen Sie diesen Wert weiter hinauf.

Diverse Schalter

Hier finden Sie einige Schalter zu verschiedenen Funktionen, die nachfolgend erklärt werden:

Fontverzeichnis

Benutzen Sie viele Zeichensätze, werden Sie die entsprechenden Dateien sicherlich nach einer Systematik geordnet haben und in entsprechenden Unterverzeichnissen aufbewahren. Calamus sucht eine Zeichensatz-Datei zwar in allen Unterverzeichnissen der eingestellten Font-Suchpfade, dies kann aber je nach Anzahl der Unterverzeichnisse und Fonts recht lange dauern.

Wenn Sie jedoch hier das Sichern-Feld wählen, wird ein Font-Gesamtverzeichnis im Speicher aufgebaut und unter dem Dateinamen FILETREE.FNT im Font-Suchpfad abgelegt. In diesem Gesamtverzeichnis werden alle gefundenen Zeichensätze mit dem Unterverzeichnis, in dem sie stehen, gemerkt. Beim Start von Calamus wird dieses Gesamtverzeichnis wieder geladen und der Standort aller Zeichensätze dieses Font-Suchpfades ist wieder bekannt. Wird ein Zeichensatz benötigt, braucht Calamus nur in diesem Gesamtverzeichnis nachzuschauen und kann dann ohne langwierige Suchaktion auf die Datei zugreifen. Wird ein Zeichensatz nicht in diesem Gesamtverzeichnis gefunden, erscheint die übliche Meldung (siehe Textstil-Modul). In diesem Fall können Sie mit einem Klick auf Nochmal versuchen das Gesamtverzeichnis neu aufbauen.

Wie gesagt: Diese Funktion ist nur dann sinnvoll, wenn Sie Ihre Zeichensätze in Unterverzeichnissen der eingestellten Font-Suchpfade aufbewahren.

Sofern Sie davon ausgehen können, dass in Ihrer Fontsammlung keine doppelten Fontnamen vorkommen, empfiehlt es sich sogar, den Fontsuchpfad möglichst hoch (also ggf. sogar auf der Rootebene Ihrer Festplatte, z.B. D:\) einzustellen und Calamus einmal diese Partition durchsuchen zu lassen. Anschließend finden Sie auf dieser Partition eine neue Datei namens FILETREE.FNT, die alle gefundenen Fonts enthält.

Ist der Schalter hingegen auf Lassen eingestellt, durchsucht Calamus bei jedem zu ladenden Font die Festplatte(n) neu.

Systempfade

Die Systempfade können wahlweise relativ oder absolut gemerkt werden. Relativ bedeutet, dass alle Pfade relativ zum Calamus-Ordner angegeben werden. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn alle Ordner, die zu Calamus gehören, im Calamus-Ordner enthalten sind. Es ist dann sehr einfach, den gesamten Calamus-Ordner auf eine andere Partition zu kopieren, ohne dass die Suchpfade verloren gehen.

Üblicherweise sollte dieser Schalter auf Relativ stehen, so dass alle Zugriffspfade auf Ordner innerhalb des Calamus-Ordners relativ gespeichert werden, also z.B. statt D:\Programme\Calamus SL\Druckertreiber nur Druckertreiber. In bestimmten Fällen kann es jedoch Sinn haben, die Pfade generell absolut zu speichern. Z.B. kommt es vor, dass andere Programme (im MultiTasking-Betrieb) den aktuellen Systempfad von Calamus verstellen, so dass anschließend Calamus nicht mehr weiß, in welchem Ordner er sich befindet. Wenn Sie z.B. feststellen, dass beim Sichern der Calamus-Setupdatei plötzlich der Dateipfad nicht mehr in den Calamus-Ordner, sondern z.B. auf C:\ zeigt, sollten Sie zum einen prüfen, welches Programm die Systempfade verstellt, und zum anderen diesen Schalter auf Absolut wechseln.

Ebenso sollten Sie, wenn Ihre Calamus-Ordner und Zugriffspfade über alle Partitionen verstreut liegen, den Schalter lieber auf Absolut setzen.

Dateiauswahl

Hier können Sie wählen, ob der komfortable Calamus-Dateiauswahldialog oder eine vom jeweiligen Betriebssystem zur Verfügung gestellte Dateiauswahl von Calamus genutzt werden soll.

Achtung:
Einige ältere TOS-Betriebssystem-Dateiauswahlboxen kommen nicht mit langen Dateinamen oder Mehrfach-Auswahl klar. Im Zweifelsfall setzen Sie daher diesen Schalter auf Calamus, nicht auf System.

Topleisten-Position

Wenn Sie hier den Modus Optimiert wählen, werden die Moduleleiste und die Koordinatenleiste beim Calamus-Programmstart automatisch bestmöglich an der oberen Bildschirmkante ausgerichtet. So vermeiden Sie z.B. ein ständiges manuelles Umstellen bei unterschiedlich genutzten Bildschirmgrößen.

Wenn Sie allerdings eine freie Positionierung der o.g. Fenster vorziehen, müssen Sie den Modus Eigene wählen, damit beim nächsten Programmstart Ihre vorgegebenen Positionen wieder eingestellt werden.

Import-Modus

Seitdem quasi alle Calamus-Importtreiber den Automatik-Import unterstützen, haben wir in der CALAMUS.SET voreingestellt, dass der Import-Modus standardmäßig auf Automatik steht. Das bedeutet, dass Sie beim Importieren von Daten direkt die Dateiauswahl sehen, die Ihnen alle mit den aktuell geladenen Importtreibern verfügbaren Datenformate anbietet. Wenn der Import-Modus auf Manuell steht, erscheint wie früher zunächst die Objektauswahl, in der Sie einen Importtreiber auswählen müssen. Anschließend können Sie nur Daten laden, die der gewählte Importtreiber unterstützt.

Je nachdem, welchen Modus Sie hier einstellen, bewirkt das Gedrückthalten der [Strg]-Taste beim Aufrufen des Datei-Menüpunkts Importieren, dass temporär der andere Modus gewählt ist, ohne dass Sie hier im Dialog eine Änderung vornehmen müssen.

Ausgabeformat

Datum

In vielen Ländern wird das Datum in einem anderen Format als in Deutschland dargestellt (in Amerika z.B. als 12-31-2000, also als Monat-Tag-Jahr). Dieses Format können Sie hier einstellen. Dabei wird für ein vorkommendes D die Tageszahl (von engl. day), für ein M die Monatszahl und für ein Y (von engl. year) die vierstellige Jahreszahl eingesetzt. Mit einer vorangestellten 0 wird einstelligen Tages- oder Monatszahlen ebenfalls eine 0 vorangestellt. Ein kleines y steht für eine zweistellige Jahreszahl.

Hier einige Beispiele für den 31. Januar 2000:

0D.0M.Y 31.01.2000
D.M.Y 31.1.2000
y-M-D 00-1-31
Uhrzeit

Wie beim Datum können Sie auch hier das Format einstellen. H steht dabei für die Stunden (von engl. hour), M für die Minuten und S für die Sekunden. Die Minuten werden dabei immer mit vorangestellter 0 ausgegeben, bei den Stunden können Sie das mit 0H einstellen. Kommt in der Einstellung ein kleines oder großes A vor, dann wird die Uhrzeit nur im 12-Stunden-Format ausgegeben und entsprechend ein klein-oder großgeschriebenes AM oder PM ausgegeben.

Datei-Vorschau

Hier können Sie einen Wert in Millisekunden vorgeben, den Calamus warten soll, bis er versucht, in der Calamus-Dateiauswahl durch einen der automatisch geladenen Vorschautreiber eine Vorschau anzuzeigen.

Hilfstext

Hilfstexte in der Calamus-Menüzeile werden immer rechtsbündig ausgegeben. Mit dem Wert für die Hilfstextposition bestimmen Sie folgerichtig, wieviele Zeichen rechts am Bildschirmrand eingefügt werden. Wenn Sie hier z.B. 2 eingeben, wird der Hilfstext so ausgegeben, dass rechts davon noch zwei Schriftzeichen Platz hätten; der Hilfstext wird also weiter nach links versetzt ausgegeben. So können Sie z.B. noch Menüzeilen-Uhren oder andere Ausgaben in der Menüzeile von Hilfstextausgaben freihalten.

Seit SL99 können Sie die Vordergrund- und Hintergrundfarbe, in der der Hilfstext in der Menüzeile ausgegeben wird, definieren, natürlich auch im TrueColor-Modus.

Achtung: Im SL-Windows-Pack werden Calamus-Hilfstexte wie unter Windows üblich unten links in der Fensterleiste des Calamus-Programmfensters gezeigt. Dort greifen weder Farb- noch Positionsvorgaben.

Nur für den Fall, dass Sie das SL-Windows-Pack im FullScreen-Modus betreiben (also ohne sichtbare Windows-Taskleiste), werden Calamus-Hilfstexte oben rechts in der Calamus-Menüzeile ausgegeben.

Aktive Deadkeys

Hier können Sie einstellen, welche der im Textmodul beschriebenen Deadkeys aktiv sein sollen.

Ein Deadkey ist eine Akzenttaste, die nach dem Drücken nicht direkt ein Zeichen ausgibt, sondern auf eine weitere Buchstabentaste wartet, um dann mit dem anschließend gedrückten Buchstaben zusammen einen akzentuierten Buchstaben auszugeben. Wenn Sie z.B. den Deadkey-Button [^] aktivieren und anschließend in einem Textrahmen die Taste [^] drücken, wird nicht direkt ein Zirkumflex-Akzent ausgegeben, sondern auf den nächsten Tastendruck gewartet. Wenn Sie einen Buchstaben eingeben, der mit einem Zirkumflex einen akzentuierten Buchstaben ergeben kann, wird anschließend der akzentuierte Buchstabe ausgegeben, z.B. [^]+[e] = ê. Falls Sie aber eine Taste drücken, die mit dem Deadkey keine sinnvolle Kombination ergeben kann, werden beide Zeichen nacheinander ausgegeben, z.B. [^]+[f] = ^f.


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Letzte Aktualisierung am 24. Juni 2015

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